Der Virus

   

   Ende der 80'er Jahre habe ich an einem Fahrsicherheitslehrgang der Scuderia Hanseat auf dem Nürburgring teilgenommen. 

  Wie es so ist , man dachte man könne gut Autofahren. Hier wurde ich jedoch erstmal aufgeklärt wie ein Fahrzeug

  schnell und sicher bewegt wird. Es waren sehr schöne Tage auf dem Nürburgring und der Virus hatte mich gepackt.

  Erste Feststellung : So ein 325i Touring ist nicht das richtige Ringtool . Was kann man verändern um noch mehr Spass zu haben.

 

 

Die sucht steigt an

 Nun hörten wir auch von der VLN, einer Langstrecken Meisterschaft auf dem Nürburgring. Das klang sehr Interessant. Also Rennlizenz machen wird der nächste  schritt sein.Nach dem ersten Lehrgang wurde immer mal wieder eine Übungsrunde auf der Nordschleife absolviert. Die Zeit bis zum nächstem Lehrgang musste ja Sinnvoll überbrückt werden. Dann war es  soweit , wieder am Ring und zu Gast bei der Scuderia Hanseat. Diesmal konnte ich mit einem BMW Alpina B3 eines Geschäftspartners die runden drehen, die erste Gute Platzierung war gemacht.

 

 

 

Der erste Umbau

 Aus einem BMW 528i, ja ein Limousine, hatte ich die Idee ein Ringtool zu bauen. Das Basisfahrzeug wurde erstmal fast völlig entkernt. Motor, Achsen und die  Innenaustattung wurde entfernt. Um die neue Technik montieren zu können wurde an der Karrosserie jetzt die Änderungen eingebracht. Die Hinterachsaufnahme wurde durch einschweissen einer  verstärkten Aufnahme ersetzt. Diverse Versteifungen wurden an der Vorderachsaufnahme eingebracht. Nun kamen die Achsen eines BMW M5 an das Fahrzeug. Das Fahrwerk wurde durch ein Bilstein  Gewindefahrwerk ersetzt. Damals konnte man das noch nicht so einfach kaufen, es wurde für uns in Zusammenarbeit mit Bilstein entwickelt und abgestimmt. 

 Als Triebwerk wurde ebenfalls der Motor eines BMW M5 implantiert. Durch spezial angefertigte Motorlager wurde der Motor ca. 3cm tiefer und 5cm weiter nach hinten gesetzt. Dies erforderte ein kürzen  der Kardanwelle. Die Batterie wurde in den Kofferraum versetzt. So wurde das Gewichtsverhältnis und der Schwerpunkt des Fahrzeuges optimiert.  

Am Motor selbst gab es nur wenige Änderungen, Ansaugsystem und Abgasanlage wurde modefiziert. Das Kennfeld wurde neu abgestimmt, die max. Drehzahl wurde auf 7800 U/min erhöht.  Wir kamen auf eine Leistung von knapp 330 PS (Serie 286PS). Damit das ganze auch wieder zum stehen kommt haben wir eine AP 4-Kolben Bremsanlage mit 330mm Durchmesser und Stahlflex Bremsleitungen montiert. Der Innenraum blieb weitesgehend leer, der schwere Teppich wurde durch ein leichten ersetzt. Es wurden Recaro Sportsitze und 6-Punkt Gurte verbaut. Während des ganzen Umbaus wurden wir durch den TÜV-Nord begleitet der das Fahrzeug dann auch abgenommen hat. Alle Änderungen wurden durch eine Vollabnahme eingetragen.

Dann ging es wieder zur Scuderia Hanseat, klasse Lehrgang das Fahrzeug funktioniert prima. Die Arbeit wurde durch Gruppensieg und einem dritten Platz im Gesamtklassement belohnt.

 

 

 

Der Einstieg in den Rennsport

Zur Teilnahme an der VLN Langstreckenmeisterschaft haben wir einen ex. Werkswagen BMW 635csi als "rolling chassi" gekauft. Volker Stryzek wurde auf dem Auto erster DTM Sieger 1984. 

Das Fahrzeug haben wir dann für Langstrecken Rennen umgebaut. Die schweren Blechteile (Türen, Stoßstangen, Hauben) wurden durch GFK ersetzt. Beim Antrieb haben wieder auf die bewährte M5 Technik zurückgegriffen.

Und wieder begann das Lernen: Rennfahrzeug und Strassenfahrzeug sind halt völlig verschieden.

Mehrere Jahre haben wir dann mit dem 635 an der Langstrecke teilgenommen. Die Zeit in der Langstrecke war dann aber für den "alten 6er" abgelaufen. Wir verkauften das Fahrzeug und es wurde dann noch bis ins Jahr 2005 bei der Youngtimer Trophy eingesetzt.

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